El Struz - Viva la Mexico!
von Maximillian ZinnerNein, es geht nicht um den mexikanischen Musiksender, sondern um Mexiko direkt vor unserer Haustür. Es geht um das neue mexikanische Restaurant „El Struz“ in der Industriezone in Zwettl.
Ein anstrengender und wirklich an der Substanz zehrender Schultag an unserem Gym liegt hinter uns. Ein Tag wie jeder andere also, aber etwas ist jetzt anders. Drei von unserer Redaktion gehen nicht wie gewöhnlich nach Hause, wo sie wie immer ihr Mittagsmahl aufgetischt bekommen, sondern machen sich auf den Weg zur AVIA Tankstelle in der Industriezone. Nein, nicht zum Tanken, eigentlich wollen sie auch nichts von der Tankstelle, sondern sie interessieren sich nur für das neue Lokal, dass gleich angrenzt, den neuen Mexikaner „El Struz“.Als wir das, von außen sehr unauffällig gehaltene, Restaurant betraten, fiel uns gleich die moderne dunkelrote Einrichtung ins Auge und auch die großen Fotos vieler mexikanischer Gesichter über der Bar. Wir setzen uns an eine Tisch an der Wand und bestellten gleich bei der außergewöhnlich netten Bedienung ein „Chili Con Carne Atztek“, das laut Karte nur für Profi-Scharfesser etwas wäre. Außerdem wählten wir noch das „Steak El Struz“, dass gänzlich aus Straußenfleisch bestand, und die „Spare Rips“. Als wir nun auf unser Essen warteten, fiel uns die Musik im Restaurant auf. Zu unserer Enttäuschung waren es keine typisch mexikanischen Töne sondern etwas von den Rolling Stones, den Beatles und den Beachboys, jedoch vergaßen wir das sofort wieder als wir unsere drei Hauptspeisen aufgetischt bekamen. Auch ein perfektes Steak wartete darauf, von uns verzehrt zu werden. Leider erinnerten die „Spare Rips“ nicht besonders an Mexiko sondern eher an eine Brettljausn. Das so scharf angepriesene Chili wurde in einer kleinen Metallschüssel serviert und als wir dann alle vor unseren vollen Tellern saßen begannen wir zu essen. Über den Teller mit dem Straußenfleisch konnten wir nur staunen.
Wie schon erwartet schmeckte das „Steak El Struz“ genauso wie es aussah, einfach köstlich. Jedoch war es aber für knapp 20 Euro ein teurer Spaß.
Das schärfste Chili konnte man nicht wirklich scharf bezeichnen, da wir leidenschaftliche Scharfesser sind und stark gewürztes Essen lieben. Das half mir dann aber leider auch nichts als ich übermütig eine ganze Chilischote zu meinem Mund führte und sie genüsslich kaute. Dies tat ich jedoch nur zu Beginn, denn binnen Sekunden wurde mein Gesicht vollkommen rot und mir liefen Schweißtropfen über die Stirn. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass dies kein wirklich gutes Gefühl ist und ich meinen Übermut in dieser Situation hätte zügeln sollen. Nun zu dem dritten Gericht in der Runde, den Spare Rips. Bei dieser Mahlzeit waren wir uns nicht einig. Mir selbst fehlte bei diesem Mahl die Würze, während es meinen beiden Freunden ausgezeichnet mundete. Bei einem waren wir jedoch der gleichen Meinung: Die „Potato Wedges“, also die Beilage, waren einfach nur „bueno“, da sie richtig gesalzen waren und die richtige Bissfestigkeit hatten. Deshalb wurden sie von uns auch als die beste Beilage des Tages gekürt.
Im Großen und Ganzen waren die drei Hauptspeisen sehr gut und für die Geldbörse eines Schülers angebracht, mit Ausnahme des Steaks natürlich. Als Krönung unseres Mittagessens bestellten wir uns noch zwei kleine Desserts. Doch weder die flambierten Bananen, noch die dreierlei Schokocreme, konnte den Hauptspeisen Konkurrenz machen, da sie entweder zu süß war oder eindeutig nicht unseren Schokoladengeschmack traf.
Unser Fazit:
Das neue Restaurant in Zwettl hat eindeutig unseren Erwartungen entsprochen. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass es so abgelegen liegt und m an es deshalb auch nicht gerade schnell zu Fuß erreichen kann. Der Stadtbus ist einem unmobilen Schüler hier eine große Hilfe.
Das mexikanische Essen war wirklich vorzüglich, der Preis dafür war angemessen und unsere Mägen waren gesättigt.
Wer also in der Industriezone Hunger bekommt, und schon den Weg zum McDonalds einschlägt, könnte sich vorher überlegen, ob er nicht etwas Gesünderes und vielleicht auch etwas Besseres zu sich nehmen will. Hiermit wünschen wir euch noch „Buen provecho!“, was so viel heißt wie „Mahlzeit!“.









