Aronofsky
von Markus FüxlDas amerikanische Ausnahmetalent Darren Aronofsky, feierte schon viele Erfolge mit seinen Filmen, wie PI oder The Fountain
Er wurde am 12. Februar 1969 in Brooklyn geboren. Auf der Harvard University studierte er Anthropologie, Film und Animation. Heute ist Aronofsky einer der besten Regisseure.Dieser Artikel soll einen SEHR kurzen Einblick in zwei seiner genialsten Filme geben:
PI
Pi war der erste Erfolg von Darren Aronofsky. Die Produktionskosten lagen bei nur 60 000 US- Dollar, jedoch spielte der Film über 3 Millionen US- Dollar ein. Wenn man möchte, kann man den Film in die Spalte „experimenteller Science-Fiction-Thriller“ einordnen, jedoch lehne ich persönlich eine Kategorisierung in diesem Fall ab, da ich finde, dass man Filme wie diesen nicht mit herkömmlichen Produktionen vergleichen sollte.Der Film überzeugt hauptsächlich aufgrund seines visuellen Stils, der Idee und der Musik. Letztere wurde von Clint Mansell komponiert und unterstreicht das Geschehen stets durch psychedelische Musik. Somit komme ich zur-
Handlung:
Der Film handelt von einem paranoiden Mathematik-Genie namens Maximillian Cohen. Dieser glaubt, dass man die gesamte Welt mithilfe von Zahlen verstehen kann. Gleich am Anfang des Films formuliert er seine Überlegungen in Form von Hypothesen:
„1. Mathematik ist die Sprache der Natur. 2. Alles um uns herum lässt sich durch Zahlen wiedergeben und verstehen. 3. Stellt man die Zahlen eines beliebigen Systems graphisch dar, entstehen Muster. 4. Folgerung: Überall in der Natur existieren Muster.“
Als Beweise bezieht er unter anderem Formen und Muster aus Fauna & Flora und der Kunst (Da Vincis „Proportionslehre“,...). Aufbauend auf dieser Grundlage versucht er mit seinem Computer „Euclid“, Muster im Aktienmarkt vorherzusehen. Bei einem Versuch stößt er durch einen Computerabsturz auf eine 216-stellige Zahl.
Als Sol Robeson, Max’ ehemaliger Professor, von der 216-stelligen Zahl erfährt, erwähnt er, dass er selbst bei seinen Forschungsarbeiten an der Zahl „Pi“ auf einen „Virus“ gestoßen sei, der eben diese Zahl ausgab. Sol behauptet, dass diese Zahl der Grund für seinen Schlaganfall gewesen sei und warnt ihn mit den Worten: „Es ist der Tod!“
Während seiner Forschungen wird Max regelmäßig von Kopfschmerzen geplagt und seine Paranoia wird stärker. Im Laufe des Filmes beginnt Max zu glauben, in der 216-stelligen Zahl den Schlüssel zum Verständnis des Universums gefunden zu haben. Inzwischen wird eine fanatische Gruppe kabbalistischer Juden auf ihn aufmerksam. Diese Gruppe glaubt, dass die Zahl den wahren Namen Gottes enthalte und somit eine Art verschlüsselter „Code der Tora“ sei. Laut dieser Gruppe erhält die Menschheit Zugang zum Garten Eden, wenn eine reine Seele den Namen des Codes ausspricht.
Aufgrund der zunehmenden Bedrohung durch die Gruppe leidet Max mittlerweile unter starken Halluzinationen, seine Paranoia wird immer stärker. Um sich selbst zu erlösen, vernichtet er sämtliche Spuren der Zahl, indem er den Zettel mit den Ziffern verbrennt und sich in einem Halluzinationsanfall mit einer Bohrmaschine in den Kopf bohrt. Daraufhin verliert er seine mathematischen Fähigkeiten.
The Fountain
Handlung:
Der Film besteht aus drei Handlungssträngen, die jedoch langsam in sich selbst schließen. Das Bemerkenswerte ist jedoch, dass die Handlung insgesamt eine Zeitspanne von 1000 Jahren umfasst:
Im Jahre 1500 sucht der spanische Konquistador Tomas im Reich der Maya, nach einem Baum der ewiges Leben schenken soll, um dessen Saft seiner geliebten Königin Isabel zu bringen.
Im Jahre 2000 versucht der Forscher Tom Creo verzweifelt mit Hilfe von Pflanzen aus dem Regenwald ein Medikament zu entwickeln, um seine an einem Hirntumor leidende Frau, Izzi, vor dem Tod zu retten. Das Medikament zeigt erstaunliche Ergebnisse, jedoch ist es noch nicht das erstrebte „Unsterblichkeitsserum“. Izzi hat unterdes ein Buch geschrieben, das die Geschichte um Konquistador Tomas erzählt, allerdings fehlen die letzten Seiten- ihr Mann soll es zu Ende bringen.
Im Jahre 2500 ist der Weltraumreisende Tom in einer Art „biologischem Raumschiff“, eine Blase, unterwegs, um einen darin wachsenden Baum (eine Inkarnation Izzis) zum sterbenden Stern Xibalbá zu bringen. Dieser Stern soll nach den Vorstellungen der Maya ein Ort im Jenseits sein, an dem Tote wiedergeboren werden können.
Gedanken:
Das Ende sei an dieser Stelle nicht verraten, doch soviel sei gesagt: Ein „absolutes“ Ende wird den Zuseher nicht geboten, die Antwort auf die Frage nach Wiedergeburt wird offengelassen.
Der Film will diese Frage auch bewusst nicht beantworten, es geht vielmehr darum, wie man mit der unvermeidbaren Tatsache der eigenen Sterblichkeit umgeht.
„The Fountain“ arbeitet viel mit außergewöhnlich Visuellem Stil. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass obwohl viele futuristische Szenen vorkommen, der Regisseur komplett auf CGI verzichtet hat. Die Umgebung im Weltall zum Beispiel wurde anhand von Mikrofotografie konstruiert.
Der Film beinhaltet ebenfalls etliche religiöse Ansätze: In beinahe jeder Religion gibt es einen „Baum des Lebens“, so auch in der Bibel („und der Baum des Lebens..“- Gen.2:9). Dieser ist jedoch nicht der bekannte Baum, von dem Adam und Eva genascht haben sollen, sondern der Baum der Erkenntnis.
Wenn man „The Fountain“ interpretieren möchte, ergeben sich Dutzende Anhaltspunkte. Es ist praktisch unmöglich, nur eine Deutungsmöglichkeit zu finden.
Grundlegend ist zu sagen, dass es in diesem Film um einen der ältesten Wünsche des Menschen geht: Ewiges Leben. Ohne Antworten zu geben fasziniert der Film und gibt Ansporn, sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen.
Fazit:
An diesem Film werden sich die Geister scheiden, gerade in Zeiten von „Popstars“ und Co. Er würde viele von euch desinteressiert und verwirrt zurücklassen, jedoch sei den Freigeistern unter euch dieser Film wärmstens ans Herz gelegt.
Auf jeden Fall ist „The Fountain“ ein Film, bei dem man sich nach der Vorstellung (bzw. nach DVD- Genuss, da ein derartiger Film nicht in hiesigen Kinosälen gezeigt wird..) hinsetzt und nachdenkt und unter anderem zeichnet genau DAS meiner Meinung nach einen wirklich guten Film aus.









